Wie hat alles begonnen?

Die Geschichte
des Hotels

Direkt auf dem „Aussichtsbalkon“ von St. Kathrein, unter Kirche und Pfarrhof gelegen, steht das Wohlfühl-Hotel „Der WILDe EDER“. Zweifellos ein besonderer Ort und ein besonderes Haus — wie kam es dazu?

Erste kleine Ansiedlungen gab es dort schon im römischen Reich, doch erst mit dem Aufstieg des Bergbaus am Ende des 13. Jahrhunderts setzte eine intensive Besiedelung ein. Der Ort St. Kathrein wird erstmals im Jahr 1295 urkundlich erwähnt und die ersten Zeilen des Eintrags lauten: „Bei der heiligen Katharina…“— bezogen auf die Kirche. Dort beginnt auch die Geschichte des Hotels.

1387

Bereits im Jahr 1387 ...

… existierte auf dem Platz des heutigen „WILDen EDERs“ ein nachweislich erwähntes Anwesen – damals war es eine Hofschmiede. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts lebte und arbeitete in dem Haus neben dem Pfarrhof dann ein Leinwebermeister und Keuschler.

1711

Der Besitz wurde bereits 1711 zum Kirchenwirt von St. Kathrein —

also zu einer Gastwirtschaft. Die Eigentümer wechselten im Laufe der Jahre aufgrund verschiedener Schicksalsschläge noch häufig, bis schließlich ein neuer Schmiedemeister übernahm.

1778

Der Beginn des Familienbesitzes

1778 kaufte der Schmiedemeister Andreas Pretterhofer das aus Gasthaus, Schmiede und einer kleinen Landwirtschaft bestehende Unternehmen bei der Kirche. Bis heute bestehen diese verwandtschaftlichen Beziehungen und das Hotel blieb seither in der Familie.

Der zentrale Platz im Ort war nicht nur als Gasthaus ideal

Zu Zeiten von Agnes Weissenbacher war das Haus auch der Postniederlageplatz für St. Kathrein. Dort wurde die Post deponiert, aufbewahrt und von den Gemeindebürgern abgeholt. Der Kirchenwirt war ein beliebter Treffpunkt – egal ob am Sonntag nach der Messe oder für Hochzeiten und auch Begräbnisse.

1900

Die Kriegsjahre

Während der beiden Weltkriege und Zwischenkriegszeiten war das Gasthaus immer wieder ein besonderer Ort der Herberge. So verbrachten vier Restauratoren für die Innenrenovierung der Kirche einige Wochen im Wirtshaus und im Sommer 1925 wurden dreißig Kriegswaisenkinder aus Graz im Haus verköstigt. Angeblich hätte jedes der Kinder innerhalb eines Monats 1,5 Kilo zugenommen, weil so gut gekocht wurde.

„Unser Gasthaus, der Kirchenwirt, war ein Bauerngasthaus, ...

… das von den Nachbarn im Ort und von den Bauern aus unserer näheren Umgebung besucht wurde. Dabei wurden ständig Stammtischgespräche geführt und es gab Unterhaltung und Kartenspiel.“ Maria Eder berichtet sogar über ein spezielles Kartenspiel, das „Spitzeln“, welches nur in der Gemeinde St. Kathrein gespielt wurde. Frau Eder erinnert sich außerdem an die beschwerliche Beschaffung von Lebensmitteln: „Semmeln kamen zweimal die Woche mit dem Pferdefuhrwerk direkt von der Bäckerei in Weiz. Die Brotträger transportierten die Semmeln im Buckelkorb vom Depot nach St. Kathrein. Sie rasteten auf halber Strecke beim sogenannten Brotträgerbankerl.“

1901

Der damalige Besitzer Lorenz Weissenbacher führt ein „Fremdenbuch“ in seinem Gasthaus ein.

Der erste Eintrag darin stammt aus der Feder des Peter Rosegger. „Der steirische Dichter hatte in St. Kathrein einen Freund, den er im Frühjahr 1901 besuchte. Dazu hatte er sich in unserem Gasthaus einquartiert und eine Nacht verbracht“, erzählt Maria Eder, die heutige Uroma des Hauses, und liest den Eintrag vor: „Steirer! Euch muaß der Herrgott gern g’habt hab’n, weil er Euch a so a schön’s Landl geb’n hat!“.

Im Buch finden sich bis 1953 spannende Einträge

Von Gästen aus verschiedensten Orten …

… aus Weiz und Graz, aber auch aus Wien, der Kaiserstadt, und aus Budapest.

1914

Immer wieder gab es schwierige Zeiten für die Gastwirtschaft.

Als der Besitzer Lorenz Weissenbacher im Dezember 1914 verstarb, musste seine Schwester Rosa den Betrieb übernehmen. St. Kathrein hatte damit für elf Jahre eine Kirchenwirtin. Die Männer der Familie waren in den beiden Weltkriegen im Einsatz und kamen teils mit dauerhaften Kriegsverletzungen zurück.

1925

1925 übernahmen Karl Weissenbacher und dessen Ehefrau Justine das Familienunternehmen.

Zwölf Jahre später wurde mit dem Tod des langjährig tätigen Schmiedemeisters Stefan Turk im Oktober 1937 der Betrieb der Schmiede eingestellt. Mitten im Krieg wurde Justine zur Witwe und führte — wie es schon öfter in der Geschichte des Betriebs vorgekommen war — allein Gasthaus und Landwirtschaft.

1950

Familie Eder übernimmt das Hotel…

Ende der 50er übernahm Justine Weissenbachers Tochter Maria mit ihrem Mann Franz Eder den Betrieb. Franz führte die Landwirtschaft und unterstützte am Wochenende im Gasthaus seine Frau und seine Schwiegermutter. „Bis Anfang der 50er Jahre war St. Kathrein nicht mit dem Auto erreichbar, da es keine Straße gab. Viele Stammgäste fuhren mit dem Postbus aus Graz bis zur Haltestelle in Schmied in der Weiz. Von dort erreichten sie uns zu Fuß, ihr Gepäck kam mit dem Pferdefuhrwerk den Berg hinauf!“, erinnert sich Maria Eder.

1960

St. Kathrein erfreute sich immer größerer Beliebtheit für Urlaubsgäste...

— sowohl im Sommer als auch im Winter — nicht zuletzt aufgrund des bereits bestehenden, beliebten Schilifts zur Lärchenwiese. Das Ehepaar Eder beschließt 1960 aufzustocken: Sechs Gästezimmer auf zwei Etagen kamen dazu – sehr komfortabel mit Warmwasser und zentralbeheizt. Kurz darauf folgen ein schönes Extrazimmer und eine neue Terrasse.

Die Familie Ederliebte ihr tägliches Tun und engagierte sich vielfältig.

Franz ist nicht nur im Volksmusik Ensemble „Die lustigen Kathreiner“ sehr beliebt, sondern ab 1960 auch der Obmann des Kathreiner Musikvereins und Leiter diverser Tanzgruppen.

1971

Der Erfolgskurs des Hotels geht dabei ebenso nach oben...

… und 1971 beschließt die Familie, das alte Gasthaus abzutragen und einen neuen Hotelteil mit Komfortzimmern und Speisesaal zu errichten.

1985

Schließlich absolviert auch Sohn Karl — leidenschaftlicher Musiker, Schilehrer und Rennläufer — eine Lehre im elterlichen Betrieb.

1985 übernimmt er mit seiner Ehefrau Heidi das Hotel. Die beiden bauen auf dem Platz eines ehemaligen Stalls einen modernen Saunatrakt. Und knapp nach der Jahrtausendwende entscheidet sich das Paar für einen noch großflächigeren Zubau: Südseitig entstand das wunderschöne Panorama-Hallenbad mit Blick auf den Schöckl. Im frontseitigen Anbau kamen Therapie- und Fitnessräume dazu. 8 Jahre später wird ein weiteres Großbauvorhaben umgesetzt: Das bestehende Hoteldach wich einem dritten Stockwerk, welches zehn zusätzliche moderne Zimmer beheimatet.

2012

Die heutigen Besitzer...

Heidi und Karl Eder übergaben Ende 2012 den Betrieb an ihren Sohn Stefan und seine Frau Eveline. Die beiden modernisierten das Hotel weiter mit einer größeren Saunalandschaft, einem stimmungsvollen Ruheraum und einer kompletten Renovierung von Speisesaal, Gastraum und Bar. Weiteres entsteht ein Pralinen- und Schokoladeverkaufsraum und einige Jahre später werden alle Zimmer des Hotels völlig umgestaltet in moderne Wohlfühloasen.

2020

Brandneu ist das „WILDe Chalet“

Die ehemalige Sterzhütte erfuhr im Frühjahr 2020 eine Rundumsanierung und strahlt nun als ein heimeliges, uriges Gästehäuschen in völlig ungestörter Ruhelage.

Eine große Rolle im WILDen EDERspielt die Familie.